Oktober 2017

Aktueller Leporello

Der Spielplan Dezember 2017 - Januar 2018 ist da
Leporello Oktober/November
Leporello Juni/Juli

Auf der Zielgeraden zum Hochsommer und der wohlverdienten Spielzeitpause geben wir nochmal ordentlich Gas und präsentieren ein spannendes Programm für Schwestern, Freidenkende, Trash-Fans, Kids, GastarbeiterInnen, TräumerInnen, drei, dich und mich, Darwins Erben, Wimmelkinder, und alle anderen, die rosa-blauen Respekt verdient haben!


Das heißt im Klartext:
Unsere große Welt (ab 2 Jahren)
Liebe Schwester (ab 10 Jahren)
Episode 3 - Wie ich sein werde, was ich bin (ab 14 Jahren)
Patricks Trick (ab 9 Jahren)
R.E.S.P.E.C.T. (ab 14 Jahren) Premiere am 23.6.2017
Darwins Erbe (ab 11 Jahren)
Auch GastarbeiterInnen gehen in Rente (ab 10 Jahren)
Alles ist möglich (ab 6 Jahren)
Traumvorstellung (ab 12  Jahren)
Entweder und (ab 5 Jahren)
Ich bin mal so frei (ab 14 Jahren)
Drei dabei (ab 5 Jahren)

Spielplan als PDF herunterladen


Viel Freude beim Theaterbesuch wünscht Ihnen und Euch

das JES-Team

 

Leporello April/Mai

In diesen Tagen kann man nicht nur in der aufblühenden Natur sondern auch im JES viefiles/Redaktion/Imagemotive/Lepocover_04_05.jpgl Neues entdecken:

Das Festival 6 Tage frei ist im JES zu Gast mit den zwei Preisträger-Produktionen "Inclusio - Die ultimative Literaturshow" am Donnerstag, 6.4. und "3 Akte - Das stumme Lied vom Eigensinn" am Freitag, 7.4.
Bereits zwei Wochen später, am 22.4., gibt es mit "Darwins Erbe" die nächste Premiere (ab 11 Jahren) zu feiern und vom 29.4. - 1.5. ist das Labyrinth Projekt mit seiner neuen Produktion "Ehre, Schein, Papier - Spiel des Jahres" (ab 12 Jahren) im JES zu Gast.

Wir haben in den nächsten zwei Monaten außerdem drei verschiedene SpielClubs-Präsentationen und einen Geschichtenrekorder:
Club Kaleidoskop am 8.4./9.4. (ab 13 Jahren)
Mittwochsclub "Die Krachmacher" vom 3.5.-7.5. (ab 10 Jahren)
SeniorInnentheater die 5te jahreszeit "Auch GastarbeiterInnen gehen in Rente" vom 12.5.-14.5. (ab 10 Jahren)
Geschichtenrekorder "Zeit ohne Ende oder Angst vor grauen Herren" (ab 8 Jahren)

 

Neben diesen vielen neuen Stücken und Gastspielen gibt es auch einige unserer Repertoiresücke wieder zu sehen:
Unsere große Welt (ab 2 Jahren)
Johannes und Margarethe (ab 6 Jahren)
Girls Boys Love Cash (ab 15 Jahren) (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
The Emigrants (ab 12 Jahren)
Ich will (ab 4 Jahren) (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
Keine Party für den Tiger (ab 11 Jahren)
entweder und (ab 5 Jahren)

                                                                                                                                                                                                                                                >>Spielplan als PDF herunterladen<<


Viel Freude beim Suchen und Finden, beim Neuentdecken oder Stöbern und Wiederentdecken wünscht das

JES-Team

 

Leporello Februar/März

Im Februar und März gibt es wieder viele verschiedene Vorstellungen zu sehen. Für alle Altersgruppen ist etwas dabei:

uno a uno (1,5+) (Zum letzten Mal!)
Unsere große Welt (2+)
ich will (4+)
Der Kleine und das Biest (5+) (Zum letzten Mal!)
Ein Schaf fürs Leben (5+)
Max und Moritz (8+)
Patricks Trick (9+)
Du und ich (14+)

Zusätzlich haben wir das Gastspiel museum of memories (14+) im Haus, das Recherchestück Girls Boys Love Cash (15+) feiert Premiere und es gibt drei verschiedene SpielClub-Präsentationen (6+, 8+, 14+) und zwei Geschichtenrekorder zu sehen.

Im Leporello finden Sie die Übersicht des Spielplans und weitere Informationen zu einigen Stücken: download Leporello Februar/März

Den Spielplan gibt es auch online. Dort können Sie für alle Vorstellungen direkt Karten reservieren.

Bis bald im JES.

 

Wenn's draußen ungemütlich wird...

Unsere Theaterempfehlungen für kalte Tage

Der Winter steht vor der Tür und bald schon kann es draußen richtig ungemütlich werden... Gut, dass unser Spielplan für die Monate Dezember 2016 und Januar 2017 viele tolle Möglichkeiten für Familien bietet, sich die lange Vorweihnachtswartezeit oder auch die Tage zwischen den Jahren mit einem Theaterbesuch zu verkürzen, beispielsweise mit den Vorstellungen Uno a Uno (ab circa 2 Jahren), Ein Schaf fürs Leben (ab 5 Jahren), Patricks Trick (ab 9 Jahren) oder drei dabei (ab 4 Jahren).
Familien die es sich nach den Feiertagen erst einmal zu Hause gemütlich machen wollen, können ganz entspannt ab Mitte Januar wieder ins JES kommen, denn dann gibt es ein neues Stück bei uns zu sehen: Unsere große Welt. Ein Wimmelstück ist für Kinder ab circa 2 Jahren geeignet und feiert am 14.01.2017 Premiere. Für Kinder ab 11 Jahren spielen wir im Januar wieder die Internet-Fabel Keine Party für den Tiger und für Kinder im Grundschulalter zeigen wir Ich will! und die Produktion entweder und, die am 12.11.2016 Premiere im JES gefeiert hat.

Im Leporello finden Sie die Übersicht des Spielplans und weitere Informationen zu einigen Stücken: download Leporello Dezember/Januar

Den Spielplan gibt es auch online. Dort können Sie für alle Vorstellungen direkt Karten reservieren.

Auf Ihren Besuch freuen wir uns.

 

Leporello Oktober/November

Liebe JES-Freunde

Die Sommerpause war lang, sonnig und sehr erholsam. Seit dem 12. September sind wir zurück und haben unsere ganze getankte Energie in die Endvorbereitungen unserer neuen Spielzeit gesteckt. Am 02. Oktober hatten wir unser großes Spielzeiteröffnungsfest mit vielen Aktionen und einem leckeren Brunch-Buffet und jetzt läuft der Spielbetrieb schon wieder auf Hochtouren.

Wer wissen will, was in den nächsten Wochen auf dem Spielplan steht, kann sich unseren Leporello Oktober/November hier herunterladen:

download Spielplan Oktober/November
download Stückbeschreibungen und Informationen

Es gibt viel zu entdecken!

Nora Auth (Organisations-Team)

Nach Schwaben, Kinder! - Zum letzten Mal im JES!

Wir haben die Schauspieler und den Regisseur gefragt,

was für sie das Besondere an der Produktion ist uns was Ihnen ganz sicher in Erinnerung bleibt.

Mein persönlicher Gänsehautmoment in der Aufführung kommt dann, wenn die Schwabenkinder mit ihren Ziehharmonikas erzählen, wie sie, nach dem langen Marsch durch Eis und Schnee, von der Höhe der Berge aus zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer sehen – den Bodensee – und der Loisl ungläubig staunend sagt: „Ober – Schwaben“, als sei’s ein Stück vom Paradies. Feuchte Augen, immer noch, nach fast sechs Jahren! Und bei den letzten Vorstellungen freue ich mich wie ein Kind, noch mal alle die herzergreifenden Songs zu hören; und wie Reinhold Ohngemach als kleinster oberschwäbischer Rotzlöffel und Nervensäge „Otto“ zum x-ten Mal den Kalauer raushaut: „I mach nemme mit! I gang nach Tirol!“ Danke an Euch alle – Theaterzeit ist Lebenszeit!!!
Klaus Hemmerle

Ganz eindrücklich bleiben mir die echten, tief verschneiten Wege der Schwabenkinder an unserem Recherche–Tag in Erinnerung. Aus der Stadtmitte Stuttgarts kommend – für einen Moment erwischt mich das im wahrsten Sinne kalt: wie viele Abschiede zwischen Kindern und Eltern dort oben! Unten auf der Bühne: Meine Freude am Oberschwäbisch, am Hackbrett, Bratkartoffeln etc.etc.– irgendwie alles so griffig.... schon auch das ein wehmütiger Abschied dann bei der letzten Vorstellung.
Sabine Zeininger


Am meisten werde ich vermissen, von Reinhold aufs Kreuz gelegt zu werden. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Ottos Kampf mit der Lederhose. Bei den letzten Vorstellungen freue ich mich besonders auf Djangos Schwabenpfännle
Alex Redwitz

Otto wird mir fehlen, (obwohl er mein Gröstl nicht mag).
Django Hödl

Ich spiele für die vielen Kinder auf der Welt, denen es heute noch schlecht oder sogar noch viel schlechter geht als damals den Schwabenkindern.
Reinhold Ohngemach

Ich werde vermissen, immer wieder diese Reise zu machen, dieses Jahr zu durchlaufen, weil ich noch sehr die Bilder im Kopf habe, als wir unsere Reisen nach Tirol und Oberschwaben gemacht haben. Ich hab’s jetzt schon vermisst.
Gerd Ritter

Am meisten wird mir das Musikmachen mit meinen tollen Kollegen fehlen. Und jedes einzelne Schwabenkind. Und die „Sauschwaben“ irgendwie auch ;)
Sarah Kempin

 

Ein Tag im Leben von...

Jan Keller (Techniker)

Jan Keller und seine KollegInnen sind nicht auf der Bühne zu sehen und doch essentiell für jedes Theaterstück: Sie arbeiten im Bereich der Technik am JES. Montagmorgen, neun Uhr: Arbeitsbeginn für Jan. Heute wird ein Stück gespielt, bei dem er für das Licht zuständig ist. Zehn Minuten vor Vorstellungsbeginn zieht er sich in die hinterste Ecke zurück. Natürlich nur, weil dort sein Mischpult steht. Die ganzen Knöpfe und Regler, das ist seine Welt.
Sobald alle sitzen, schaltet er den auf die Schauspieler gerichteten Scheinwerfer ein: Die Vorstellung beginnt.
Von seinem Platz aus kann der Techniker immer die gesamte Bühne überblicken und mit Hilfe seines Ablaufplans jede Lichtstimmung und jede Musik punktgenau einschalten. Im Oberen Foyer sitzt er ganz hinten, wie heute, und im großen Theatersaal hat er seinen Platz direkt unter der Saaldecke: Hier gibt es eine Technik-Empore, von welcher aus alles gesteuert wird. Da muss man sich erst einmal zurechtfinden zwischen all den Kabeln, Rechnern, Mischpulten und Schaltern.

Nachdem die Vorstellung beendet ist, steht die Lichtprobe für ein Stück im großen Saal auf dem Arbeitsplan. Vor jeder Vorstellung müssen die Scheinwerfer und Lichter auf ihre Funktionalität überprüft und neu eingerichtet werden. Wichtig ist: „Es muss sehr exakt gearbeitet werden.“ Die Scheinwerfer müssen richtig positioniert werden, es müssen Farbfolien aufgelegt oder ausgetauscht werden und es muss überprüft werden, ob alle Scheinwerfer richtig verkabelt sind. Jede muss auf Abruf funktionieren. Um das zu testen, gibt es einen Plan, auf dem jede einzelne Lampe mit einer Nummer eingezeichnet ist. Der Techniker muss also nur noch auf seiner Fernbedienung die entsprechende Zahl drücken, damit sie leuchtet. Klingt einfach, doch mit einem Knopfdruck ist es bei einer Vorstellung nicht getan. Es sind bis zu 180 Scheinwerfer, über die Jan die Kontrolle haben muss. Die meisten
können zusätzlich noch in ihrer Intensität verändert werden, mehrere Scheinwerfer können zusammen leuchten und die Lampen müssen auf die Sekunde genau ein- und ausgeschaltet werden. Und das ist nur das Licht. Parallel dazu muss der Techniker auch noch zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Ton treffen. Ohne Licht und Ton wäre ein Stück nur halb so spannend: Durch Änderungen des Lichts entsteht eine bestimmte Atmosphäre, Räume werden geschaffen, Kälte oder Wärme wird vermittelt, Tag und Nacht wird deutlich. Durch Töne und Musik können Spannungen aufgebaut werden, Figuren charakterisiert und Gemütslagen verdeutlicht werden. Damit auch alles so funktioniert, müssen diese ganzen Vorbereitungen getroffen werden. Und die werden jetzt waghalsig! Da Scheinwerfer an der Decke hängen und Theatersäle bekanntlich nicht gerade niedrig sind, muss sich Jan nicht selten fünf Meter in die Höhe wagen, um alles ins rechte Licht zu rücken.

Auf seiner Leiter thronend wechselt er in aller Ruhe Farbfilter und bewegt die Scheinwerfer so lange, bis das Licht so auf die Bühne fällt, wie es im Lichtplan für das Stück geschrieben steht. „Höhenangst sollte man als Techniker wirklich nicht haben“, schmunzelt er während er die Leiter herunterklettert, um zwei Meter weiter gleich wieder hinauf zu steigen. „Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich und spannend. Außerdem kann ich mir nebenbei die ganzen Theaterstücke ansehen, die ich alle sehr schön finde“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht, bevor er sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet.

Von Hanna Marquardt (Praktikantin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Ein Tag im Leben von...

Christine Bentele (Ausstatterin)

Um 9 Uhr beginnt der Arbeitstag von Christine Bentele. Man trifft sie da an, wo allerlei Kostüme hängen, die unterschiedlichsten Stoffe und Materialien liegen und sich Perücken, Masken und Modelle fi nden, wohin man nur schaut: Christine arbeitet im Bereich der Ausstattung und Requisite am JES. Heute Abend findet die Wiederaufnahme des Stücks „Der Kleine und das Biest“ statt und deshalb sucht sie schon fleißig zusammen, was dafür gebraucht wird. „Das ist wahrscheinlich das Stück mit den meisten Requisiten“, lacht sie, während sie den zweiten großen Einkaufswagen füllt. Und alles selbstgemacht! Die Kostüme für die Schauspieler haben Christine und ihre Kolleginnen selbst gestrickt, die Masken sind handgemacht und jeder Ausstattungsgegenstand ist von Hand gebastelt und bemalt. Um alles fertig zu bekommen, haben sie zwei Monate gebraucht, zu fünft. Mit dem Beginn der Proben für ein neues Stück fängt auch die Requisitenarbeit an. Zunächst werden provisorische Teile hergestellt und verwendet, doch mit der Entwicklung der Inszenierung werden auch die Vorstellungen
für die Requisiten präziser und die Ausstatterinnen arbeiten auf Hochtouren.
Trotz einiger Richtungsweisungen und Vorstellungen der Bühnenbildnerin konnten sie sich bei dieser Produktion künstlerisch austoben und die Requisiten auf ihre Weise gestalten. Diese Freiheit liebt Christine Bentele an ihrem Beruf: „Es ist total schön, seine eigenen Ideen in die Gestaltung mit einzubringen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Das macht riesigen Spaß!“

Jetzt muss die Bühne für das folgende Stück eingerichtet werden. Bei jeder Vorstellung muss alles exakt gleich stehen und liegen. Deshalb gibt es ein hilfreiches Heft, in dem mit Fotos und Beschreibungen unter anderem gezeigt wird, wo der Schlüssel seinen Platz hat und wie die selbstgebastelten Ketchupflaschen im Regal zu stehen haben. Ebenso müssen die Kostüme geschickt auf und hinter der Bühne platziert werden, da sich die Schauspieler während des Stücks mehrmals umziehen müssen. Auch hier sind die Frauen der Ausstattung behilflich: Ungesehen ziehen sie den SchauspielerInnen hinter der Bühne die Masken ab und helfen ihnen, ins neue Kostüm zu schlüpfen, damit alles reibungslos weitergehen kann. Das Publikum merkt davon nichts. Es fragt sich nur, wie die SchauspielerInnen es geschafft haben, so schnell die Kleider zu wechseln. Nun ist der Zaubertrick enthüllt! Während Christine jedes einzelne Requisit exakt platziert, wird deutlich, wie wichtig das Bühnenbild für das gesamte Stück ist. Die Gestaltung der Bühne lässt die Zuschauer in die Geschichte des Stücks eintauchen und je schöner und professioneller die Komponenten gestaltet sind, desto besser gelingt das. Genau das will Christine mit ihrer Arbeit erreichen: „Ich kann auf der Bühne eine eigene Welt kreieren, in die ich die Zuschauer indirekt entführe. Ich bin nicht auf der Bühne präsent, aber ich bewirke durch meine Arbeit etwas in den Köpfen der Zuschauer. So stehe ich im Austausch mit ihnen und die von mir erschaffene kleine Welt vermischt sich mit der realen Welt.“

Von Hanna Marquardt (Praktikantin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Expertentipp

Kleon Medugorac (Grafiker)

Gerade noch sitzt man am Festivalheft für „Schöne Aussicht" und – zack!– soll man sich ein Motiv für „The Emigrants“ überlegen. Eines ist sicher: Die Arbeit für das JES wird nie langweilig!
Hier tippe ich also zum ersten Mal einen eigenen Text in diesen Lepo, in den ich schon so viele Texte gesetzt habe, und weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Vielleicht am besten am Anfang: In der Spielzeit 2011/12 hat das JES einen neuen Grafi ker gesucht, mein Freund Alex Redwitz (Euch sicherlich bekannt als Hase Nulli, Donald Delpe, Wolf und vielen anderen Rollen) hat mir gesagt, ich solle mich doch bewerben. Ich habe schon lange für verschiedene Theater gearbeitet und Gestaltung für Kinder und Jugendliche auch schon immer sehr gerne gemacht... Von Anfang an war ich am JES begeistert von der Offenheit und Herzlichkeit aller im Team und anscheinend kamen meine Arbeit und mein Charakter dort gut an. So fanden das JES und ich also zusammen.
Seitdem habe ich viele, viele Plakate, Lepos, Flyer, Spielzeithefte, Aufkleber und und und fürs JES entworfen. Dabei ist es jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung die passende Bildsprache und Aussage für das jeweilige Stück bzw. das jeweilige Publikum zu fi nden. Ich empfi nde die Arbeit mit dem JES-Team dabei als sehr angenehm, weil man immer gut über die Dinge spricht. Das ist kein Verhältnis wie mit einem Kunden, sondern wir sind EIN Team.
Einmal durfte ich im Rahmen eines FreiSpiels an dem Stück „Du und ich“ mitarbeiten und habe dort Musik, Video und Visuals gemacht und auch etwas an Bühne und Kostümen geholfen. Das war ein super Projekt und hat extrem Spaß gemacht.
Die Stücke, die ich im JES gesehen habe, haben mich immer beeindruckt und mich oft nachdenklich aus dem Theatersaal gehen lassen. Das finde ich spitze und für ein Kinder- und Jugendtheater keinesfalls selbstverständlich.
So, jetzt muss ich aber wieder an „Schöne Aussicht“ weiterarbeiten...
P.S.: Auf die nächste Spielzeit freue ich mich auch schon... Wir haben schon viele neue Ideen entwickelt und bald geht es an die Arbeit.
Ihr dürft gespannt sein!

Neue Mitarbeiterinnen im JES

Cindy Jänicke

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Zum Ende dieser Spielzeit wirst du im JES die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und das künstlerische Betriebsbüro übernehmen. Worauf freust du dich am meisten?

Am meisten bin ich glücklich darüber, dass ich am JES als feste Mitarbeiterin anfangen darf und mit meiner kleinen Familie in Stuttgart bleiben werde. Und dann freue ich mich auf die Herausforderung, mitzubestimmen, wie sich das JES nach außen zeigt, was es von sich erzählt, wie es aussieht, wie die Leute es sehen. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist ja wie ein flutschiger Fisch, man kann sie nicht so genau greifen und muss schnell hinterherfassen, sonst hat man sie aus den Händen verloren. Wie finden wir neue, spannende Wege, um das JES in die Stadt, die Wohn- und Kinderzimmer, die Facebook-Like-Listen und Whatsapp-Gruppen, aber auch in die Schulen, Kitas und Kindergärten zu tragen?
Und im Betriebsbüro hab ich die Aufgabe, einfach alles zu koordinieren. So wie der Lotse im Hafen, der dafür sorgt, dass das Schiff fährt und nicht stehenbleibt oder sogar aufläuft. Im Betriebsbüro laufen alle Fäden zusammen,
die künstlerischen, die technischen, die organisatorischen und auch eigentlich noch die inhaltlich-philosphischen. Das sind dann die „da müssten wir mal wieder“ oder die „wenn das zusammen ginge, wäre es toll“-Sätze, an denen ich dann so lange basteln muss, bis alle den Daumen oben haben und es dann heißt: also dann, Leinen los!

Du hast nun schon zum zweiten Mal das internationale Festival Schöne Aussicht am JES organisiert. Wie hast du das JES bisher erlebt?

Das Festival ist für mich eine Mischung aus „La Famille“ und Hochleistungssport. Schöne Aussicht ist ein sehr besonderes Erlebnis und die Organisation des Festivals zusammen mit Grete Pagan ist eine der schönsten Aufgaben, an denen ich bisher arbeiten durfte. Die Jury übergibt uns die Liste der Stücke, die eingeladen sind, und wir erwecken die Namen auf dem Zettel mit allen hier im JES zum Leben, geben ihnen Räume, ein Rahmenprogramm,
ein Aussehen, wir laden die Stadt, das Land, die Welt ins JES ein und feiern dann neun Tage ein wildes Fest. Am JES arbeiten sehr besondere KollegInnen, denn irgendwie ist es auch, wenn es mal schwierig oder kompliziert wird, immer so, dass man zusammen etwas will und dann auch schafft. Ich bin gespannt auf diesen Teamgeist und die familiäre Atmosphäre auch nach dem Festival.

Was bedeutet es für dich an einem Kinder- und Jugendtheater zu arbeiten?

Kinder und Jugendliche haben selten eine Plattform, sie haben wenige Interessensvertretungen, oft kein Forum, das sie vertritt. Kinder und Jugendliche haben aber Haltungen, werden die Welt verändern, werden die Gesellschaft maßgeblich prägen, werden die Zukunft sein. Häuser wie das JES sind Stellvertreter und Raumgeber für Kinder und Jugendliche. Und genau das möchte ich jetzt und auch in Zukunft unterstützen.

 

Sezin Onay

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Du fängst in der neuen Spielzeit als Theaterpädagogin hier am JES an. Auf was freust du dich am meisten?

Ich freue mich besonders auf die gemeinsame Zeit und Zusammenarbeit mit dem JES-Team und auf die vielen neuen Gesichter, die zum Spielen ans Theater kommen. Ich bin sehr gespannt auf deren Geschichten und den neuen Input. Außerdem freue ich mich natürlich auf Stuttgart und die schwäbische Küche.

Was macht für dich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen am Theater aus?

Die jungen SpielerInnen, die man während der gemeinsamen Theaterarbeit kennenlernt, sind meist auf der Suche nach Antworten und sich selbst, egal ob bewusst oder unbewusst, und bringen dadurch viel Neugierde, Fantasie, Kreativität und Experimentierfreude mit. Durch das Theater kann eine Plattform geschaffen werden, auf der sie sich bewusst und intensiv mit Themen aus ihrer Lebenswirklichkeit, aber auch aus Bereichen, die ihnen bisher vielleicht fremd waren, spielerisch auseinandersetzen, reflektieren, sich weiter entwickeln, ausdrücken und mit anderen in den Dialog treten können. Es bringt immer wieder sehr viel Freude die Kinder und Jugendlichen während des Probenprozesses mit all ihren Talenten und Besonderheiten kennenzulernen, diese zu fördern und gemeinsam mit ihnen ein Theaterprojekt auf die Beine zu stellen.