JES | Junges Ensemble Stuttgart

5 Jahre JES - eine Erfolgsgeschichte


Natürlich sind 5 Jahre noch nicht viel verglichen mit 2.500 Jahren Theatergeschichte. Aber der 5. Geburtstag des Jungen Ensembles Stuttgart im Mai 2009 ist dennoch Meilenstein einer Erfolgsgeschichte: Das belegen einerseits die rund 30.000 Besucher der vergangenen Spielzeit bei einer Auslastung von zuletzt 96 Prozent und andererseits die vielen Einladungen zu nationalen und internationalen Festivals. Nach langen Jahren politischen Ringens nahm das JES als das Stuttgarter Kinder- und Jugendtheater am Beginn der Spielzeit 2003/04 zunächst noch ohne eigene Spielstätte und mit nur acht Festangestellten seinen Spielbetrieb auf: u.a. mit „Nebensache“ im DinkelAka und mit „Die Kuh Rosmarie“ im Naturkundemuseum Schloss Rosenstein – zwei Inszenierungen, die heute noch am JES zu sehen sind und maßgeblich zur Beliebtheit des Theaters beigetragen haben.

 

Neun Monate später war dann der Umbau des Kulturareals Unterm Turm fertig gestellt, das Haus wurde fünf Wochen vor dem 4. Internationalen Kinder- und Jugendtheater-Festival „Schöne Aussicht“ eingeweiht. Mittlerweile sind die Herzen der anfangs zurückhaltenden Stuttgarter im Sturm erobert. Und das nicht mit eingängigen Titeln oder gefälligen Inszenierungen, sondern mit anspruchsvoller Theaterkunst für alle Generationen, mit Themen, die Kinder und Jugendliche ebenso bewegen wie Erwachsene, und mit Erzählweisen, die fordern, verzaubern und begeistern, die mitdenken und mitfühlen lassen.

 


 

 

Die erfolgreiche Arbeit des JES basiert auf drei Säulen:

 

Das Ensemble

Drei fest engagierte Schauspieler und ein fester Stamm von Gästen sind mittlerweile aufeinander eingespielt und zu einem wirklichen Ensemble geworden. Das ist die Basis für die ungewöhnlich experimentelle Arbeitsweise am JES:

Häufig wissen wir am Anfang der Spielzeit bei vielen Produktionen nur das Thema, dem wir uns als Ensemble stellen wollen. Viele Stücke entwickeln sich über produktive Diskussionen und aus Improvisationen. Diese autorische Arbeit aller Beteiligten hat am JES u.a. zu so bemerkenswerten Produktionen wie „Sleeping Beauty“, „Robin Hood“ oder „Bonnie und Clyde“, „Mama Salz und Papa Pfeffer“, „Lilith. paradise loft“, "Noch 5 Minuten", "Knusper & Knusper", "Das Karussell" und zuletzt "Berlin, 1961" geführt.

 

Die Theaterpädagogik

Im JES wird aber nicht nur erfolgreich Theater für Kinder und Jugendliche gespielt, sondern auch mit ihnen. Dafür steht ein großer theaterpädagogischer Bereich, der mit Spielclubs, Werkstätten, Vor- und Nachbereitungen und Workshops Menschen aller Generationen in der Kunst des Spielens und der Kunst des Zuschauens gleichermaßen fördert.

 

Internationalität

Ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte ist die internationale Vernetzung mit dem Festival „Schöne Aussicht“, mit Gastspielen aus ganz Europa und mit Kooperationen wie mit dem New International Encounter (NIE) bei "Berlin, 1961" im Frühjahr 2009. Am JES haben schon jetzt Regisseure und Choreographen aus den Niederlanden und Belgien, aus Bulgarien und Schweden, aus England und der Schweiz gearbeitet.