September 2017
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„... dass Reden ohne Handeln Unrecht ist.“

THEATER DER GENERATIONEN (TdG)

Eigenproduktion

Am 3. April 1968 wird in Frankfurt ein Brandanschlag auf zwei Kaufhäuser verübt. Im Prozess vor dem Landgericht Frankfurt gesteht Gudrun Ensslin die Tat:

„Wir haben es aus Protest gegenüber dem Krieg in Vietnam gemacht. Wir lebten in der Furcht, dass verbale Proteste gegen den Krieg unserer Gesellschaft nur als Alibi dienen. Protest gegen den Krieg nur mit Worten: das bedeutet nichts. Wir haben gelernt, dass Reden ohne Handeln Unrecht ist. Ich interessiere mich nicht für ein paar verbrannte Schaumstoffmatratzen. Ich rede von verbrannten Kindern in Vietnam.“

Terrorismus ist kein Phänomen unserer Zeit. Vor über 40 Jahren war Terrorismus in Stuttgart ein hoch brisantes Thema. Eine der sogenannten Top-Terroristinnen war Gudrun Ensslin, die im Oktober vor 40 Jahren tot in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim aufgefunden wurde. Ensslins Aussage von 1968 beschäftigt uns in dieser Produktion und lässt uns fragen, was bewegte diese Frau und was prägte sie? Was hat die antike Tragödie „Antigone“ damit zu tun? Gibt es Parallelen zu heute? Unsere Gesellschaft verändert sich. Wie gehen wir damit um? Wir haben uns befragt nach HALTUNG – GEWISSEN – POLITISCHEM BEWUSSTSEIN – HANDELN.

Spielleitung und Textcollage: Peter Galka
Kostüme: Maria Muscinelli
Assistenz (im Wechsel beteiligt): Larissa Günthör, Frida Sander, Malika Teßmann (FSJ-Kultur)

Es spielen: Michael Almstedt, Katja Awokou, Dominik Bauer, Julia Csatáry, Brigitte Flörchinger, Wera-Louise Gmeiner, Cosima Groß, Andrea Grugel, Christine Günther, Edda Harz, Margitta Heinlein, Annabel Hertweck, Cosima Lauffer, Arne Lauppe, Wolf Liebermann, Andreas Lipinski, Maxime Metzger, Esther Müller, Valerie Nübling, Anneliese Reuß-Klopfer, Dimitra Saoulidou, Johanne Staege, Anna Stano, Thorsten Stickel, Christa Stocker, Vanessa Walter.

Premiere: Montag, 2. Oktober 2017, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: Dienstag 3. und Mittwoch 4. Oktober, jeweils 19 Uhr