JES | Junges Ensemble Stuttgart

Nebensache


von Gitte Kath und Jakob Mendel
aus dem Dänischen von Volker Quandt

„Glückwunsch an das Junge Ensemble für diese gleichermaßen theaterpädagogisch gelungene wie auch poetische Produktion.“
Stuttgarter Nachrichten

"Wenn die Zuschauer reinkommen, schläft der Landstreicher in der Ecke." So beginnt die "Nebensache". Wahrscheinlich wird er aber nicht schlafen. Denn er hat ja eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte vom Aufbruch, von Wünschen, Hoffnungen und Enttäuschungen. Gemeinsam mit dem Publikum lässt der Erzähler einen Bauernhof entstehen. Hier lebte einst ein Bauer. Er bestellte die Felder, versorgte die Tiere. Er war zufrieden. Aber dann meinte er, es fehle etwas, so sehr ruhig und geordnet lief sein Leben von morgens bis abends. Also fährt der Bauer eines Samstagabends auf seinem Traktor in dIie Stadt. Hier trifft er auf die Frau seines Herzens. Als er mit ihr eine Familie gründet, scheint das Glück perfekt. Doch genauso, wie das Idyll aus dem Nichts entsteht, so bricht es am Ende auch wieder zusammen.

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Peter Rinderknecht ist seit über zwei Jahrzehnten einer der wichtigsten Vertreter der Schweizer Theaterszene für ein junges Publikum. Als Leiter des "Theater en gros et en détail" gastiert er mit seinen Stücken in zahlreichen Ländern. Mit seiner offenen Form des Geschichten-Erzählens erzeugt er ganz eigene Theaterwelten, in denen sich Realität und Phantasie untrennbar verknüpfen.

 
„Theater mit Qualität, das eine Ahnung gibt, welch schöne Institution Stuttgart erwartet.“
Stuttgarter Zeitung


"Man muss weitermachen.
Ich kann nicht weitermachen.
Ich werde weitermachen."
Samuel Beckett

 
Glücklichsein
Wie werde ich glücklich? Indem ich nicht alleine bin. Also brauche ich eine Frau. Wir wollen zusammenleben. Wir bauen ein Haus. Jawohl, ein schönes Haus! Wir haben einen Garten und Tiere. Wir wünschen uns Kinder. Gleich mehrere Kinder. Die kosten aber Geld. Sie brauchen Betten und Wäsche. Sie brauchen Spielzeug. Eine Waschmaschine brauchen wir auch und einen Fernseher. Einen Trockner und eine Stereoanlage. Also gehen wir zur Bank. Die gibt uns Geld. Dafür müssen wir arbeiten. Jetzt brauchen wir ein Auto. Das kostet noch mehr Geld. Also müssen wir noch mehr arbeiten. Wir haben keine Zeit mehr. Doch wir werden schon noch glücklich …

 
Mit Peter Rinderknecht
Regie Brigitte Dethier
Komposition Roman Riklin

Für Zuschauer ab 6 Jahren

Mobile Produktion
Dauer der Aufführung: ca. 50 Minuten, keine Pause

Premiere: 17.09.2003

Rechte beim Harlekin Verlag

 



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