Ein Schaf fürs Leben
Von Maritgen Matter
"Der Wolf hat Hunger. Als das kleine, saftige Schäfchen vor ihm steht, läuft ihm das Wasser im Maul zusammen. Doch bevor er zubeißen kann, kommen Wolf und Schaf ins Gespräch… Sarah Kempin und Alexander Redwitz sind ideal besetzt in dieser kleinen Produktion, die so klug, witzig und mehrdeutig geraten ist."
Stuttgarter Zeitung
Missmutig und sehr, sehr hungrig stapft der Wolf durch die kalte Winternacht – und findet in einem Stall ein argloses Schaf, das ihm hilfsbereit etwas von seinen Wintervorräten anbietet: Hafer, altes Brot und Heu. Doch der Wolf will Fleisch, lockt das Schaf, weil Hund und Esel beim Fressen stören könnten, hinaus in die Nacht und überredet es zu einer Schlittenfahrt nach „Erfahrungen“. Schaf ist begeistert und schwer beeindruckt von Wolfs Weltgewandtheit. Der allerdings muss feststellen, dass auch Schaf ganz famos ist, lebenslustig und liebenswert, wie es da mit ihm auf seinem Schlitten den Abhang hinuntersaust. Und so gerät der Menüplan durcheinander, weil Wolf nun gleichermaßen von unerträglichem Wolfshunger und von immer größeren Skrupeln gequält wird. Plötzlich nimmt der Ausflug eine dramatische Wende …
Für diese hinreißende Geschichte einer ganz besonderen Begegnung wurde die Niederländerin Maritgen Matter unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihre Erzählung zeigt, was möglich sein kann, wenn man bereit ist, seine vorgefertigten Meinungen zu hinterfragen. Ein Blick ins Herz kann den vermeintlich zwangsläufigen Gang der Geschichte stoppen und Frieden stiften.
Mit Sarah Kempin; Alexander Redwitz sowie Frank Wolf (Gitarre) und Celine Papion (Cello)
Inszenierung Brigitte Dethier
Ausstattung Julia Schiller
Musik Frank Kuruc
Dramaturgie Christian Schönfelder
Theaterpädagogik Günter Kömmet
Für Zuschauer ab 5 Jahren
Empfohlen für die Klassenstufe 1 bis 4
Theatersaal
Dauer der Aufführung: 50 Minuten
Premiere am 22. November 2008
"So geht es in dieser einen Theaterstunde um weit mehr als eine Tiergeschichte, sondern um die rohe Natur, die mit jedem manchmnal durchzugehen droht. Und weil im Guten immer auch wenig Aggression steckt, ist auch die Inszenierung betulich und zugleich mit bösem Witz garniert, ist poetisch und doch direkt, begleitet von Musik, die Romantik und Disharmonie geschickt verbindet. Sarah-Ann Kempin und Alexander Redwitz sind ideal besetzt in dieser kleinen Produktion, die so klug, witzig und mehrdeutig geraten ist."
Stuttgarter Zeitung
"Die Regisseurin nutzt die Geschichte der Begegnung eines in winterlicher Kälte vom Hunger gepeinigten Wolf mit einem Schaf zum bildstarken und kindgerecht komischen Bühnentraum, die Klüfte unüberwindlich scheinender Gegensätze zu überbrücken."
Stuttgarter Nachrichten
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