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Fotos: Nina Urban

Uraufführung

 

Berlin, 1961

 

Ensembleproduktion

 

Inszenierung Kjell Moberg (und Alex Byrne)

Ausstattung Julia Schiller 

Musik David Pagan

Dramaturgie Christian Schönfelder

Theaterpädagogik Peter Galka

 

Mit

Aude Henrye, Sarah Kempin, Elisabet Topp;

Tomas Mechacek, Alexander Redwitz, Gerd Ritter

 

 

Uraufführung am 6. Juni 2009

Für Zuschauer ab 14 Jahren

Theatersaal

Dauer der Aufführung: 80 Minuten

 

 

Eine Koproduktion mit dem New International Encounter (NIE)




13. August 1961: Von einem Tag auf den anderen sperrt die DDR die bislang durchlässige Grenze zwischen Ost- und West-Berlin ab. Stacheldraht, wenig später eine Mauer und schließlich ein Todesstreifen trennen Familien, Liebespaare, Freunde, stellen sie vor schwerwiegende Entscheidungen und treiben manch einen zu Verzweiflungstaten.

Wie ein Brennglas bündelt in diesen Tagen die Bernauer Straße das Schicksal der Stadt und ihrer Menschen. Hier verläuft die Grenze mitten über die Straße, auf der Ostseite werden Häuserwände zum Teil der Mauer, Eltern werfen ihre Kinder aus dem dritten Stock in den Westen, eine alte Frau wird oben von DDR-Grenzsoldaten festgehalten und unten von Passanten nach West-Berlin gezogen, ein Soldat in Uniform springt mit seinem Gewehr über den Stacheldrahtzaun. Ebenfalls in der Bernauer Straße beginnen in den folgenden Wochen immer wieder Menschen, Tunnel zu graben: um selbst zu entfliehen oder um Angehörigen oder Freunden zur Flucht zu verhelfen.

 

Die Regisseure Alex Byrne und Kjell Moberg nehmen die Ereignisse an der Bernauer Straße zum Anlass für eine Reise in die deutsch-deutsche Vergangenheit. Es spielt ein internationales Ensemble mit Schauspielern vom JES und vom New International Encounter. NIE ist bekannt für seinen frischen Umgang mit historischen Stoffen und Biographien und für seine sehr körperbetonte, musikalische und direkte Spiel- und Erzählweise.

 

Beim 5. Festival Schöne Aussicht 2006 war die multinationale Compagnie mit ihrer Trilogie zur europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu Gast in Stuttgart.

 



Pressestimmen

 

Das JES zeigt viele bewegende Aufführungen. Selten jedoch ging eine so unter die Haut wie diese theatralische Auseinandersetzung mit Unrechtssystemen vom Stil der ehemaligen DDR und ihren brutalen Eingriffen in das Leben der Menschen. Mit feinem Gespür entdecken der norwegische Regisseur Kjell Moberg und Schauspieler vom JES und vom New International Encounter hinter einer Mischung aus zarter Komik und überbordendem Slapstick die Tragik von Menschen, deren Recht auf Selbstbestimmung zugemauert wird.

Stuttgarter Nachrichten

 

Eine wunderbar geglückte Produktion, wie man sie selten erlebt: Ein selbst verfasstes Stück, das die ganz große Geschichte am Beispiel kleiner, ganz gewöhnlicher Menschen erzählt. Eine Ensembleproduktion, die geistreich und originell mit den Mitteln des Theaters spielt, die die vielseitigen Fähigkeiten der Schauspieler nutzt, unterhaltsam und dabei trotzdem alles andere als schnelles Entertainment oder Mainstream ist.

Stuttgarter Zeitung

 

Geschichte ist, wenn man nach zwei Wochen Urlaub mit Schmetterlingen im Bauch nach Hause kommt und plötzlich vor einer Wand steht. Vor der Mauer. Den Hauseingang gibt es nicht mehr. An der Rückseite klafft ein Loch....

Lesen Sie hier die Kritik von Tomo Mirko Pavlovic auf nachtkritik.de

 

 

Weitere Informationen zu Stück und Inszenierung im Programmflyer

 


   




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