Mama Salz und Papa Pfeffer
Stückentwicklung
Pädagogisch klug hinterfragt die von JES-Chefin Brigitte Dethier inszenierte Produktion die Gültigkeit von Rollenbildern und besticht dabei mit ihrem Witz und einer perfekten Harmonie von Bewegung und Musik. ... Klasse!
Stuttgarter Nachrichten
Sind es die Gene? Die erwiesenermaßen unterschiedlich großen Gehirnhälften? Oder doch die Erziehung? Die gelebten Vorbilder der Erwachsenen? All die unfreiwillig antrainierten Rollenmuster von Müttern und Vätern, die ihnen meist nicht einmal bewusst sind? Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Eltern mit ihren Söhnen schon im Säuglingsalter anders umgehen als mit ihren Töchtern, ganz gleich, wie sehr sie sich vorgenommen haben, ihr Kind „neutral“ zu erziehen. Von Tanten und Onkeln, Großeltern und Nachbarn ganz zu schweigen. Also erkennen wir in den Kindern doch nur das wieder, was wir selbst ihnen vorleben?
Von der so zahlreich wie widersprüchlich beantworteten, eigentlich wissenschaftlichen Fragestellung ausgehend, hat das JES ein Stück für seine kleinsten Besucher mit viel Musik und Bewegung entwickelt. Ausgangspunkt für die theatrale Suche waren die Morgenrituale eines Paares, der Weg vom Bett ins Badezimmer, vom Kleiderschrank zum Frühstückstisch.
Eine sehr musikalische Aufführung, die für die Kinder zu einer ebenso witzigen wie sinnlichen ersten Begegnung mit dem Theater wird. Derweil können die Erwachsenen im Publikum der Frage nachgehen, was den Jungen zum Mann macht und das Mädchen zur Frau...
Weitere Informationen zu Stück und Inszenierung im Programmflyer
Mit Prisca Maier und Martin Theuer
Inszenierung Brigitte Dethier
Choreographie Stephan Brinkmann
Ausstattung Michaela Brosch, Maria Muscinelli
Dramaturgie Peter Galka
Für Zuschauer ab 4 Jahren
Uraufführung am 21. April 2007
Oberes Foyer
Dauer der Aufführung: 50 Minuten
Ein ganz gewöhnlicher Morgen, an dem nichts passiert - und der oft brüllend komisch ist, weil hier mit Machogehabe und charmanter Dämlichkeit gespielt wird, mit Rollenklischees und den vielfältigen Mitteln des Theaters. Kein pädagogisches Lehrstück, sondern eine vergnügliche Analyse der typischen Mamas und Papas, die man fortan ein bisschen gnädiger betrachten wird.
Stuttgarter Zeitung


