JES-Schreibwettbewerb zur Neuprouktion
Quer durch die Nacht!
Quer durch die Nacht
Stückentwicklung
Uraufführung: 25. Februar 2012 am JES
Schon immer hatte Nina das vage Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie hat es aber immer bei sich gesucht, doch jetzt hat sie eine Nachricht erhalten aus Italien, und plötzlich ist alles anders. Das ganze Leben der Eltern, die Liebe des Vaters, alles erscheint ihr plötzlich wie eine große Lüge. Das Maß ist voll, Nina sucht das Weite, sie haut ab in die nächtliche Stadt, allein. Zunächst ohne festes Ziel, auf der Suche nach sich selbst, taucht sie ein in eine fremde Welt voller Faszination und Gefahr. Zwischen blinkenden Neonlichtern und bizarren Geräuschen begegnet sie schrägen Nachtgestalten: Wesen, die das Tageslicht scheuen, unberechenbaren Zeitgenossen, deren harte Schale sie herausfordert, Philosophen mit unendlich viel Zeit, Beschwipsten und Betrunkenen, einer verwirrten Frau auf der Suche nach ihrer Heimat, einer Pfandflaschensammlerin, die ihr Zuhause in einem Einkaufswagen gewissenhaft sortiert, unangenehmen Altersgenossen und einem geheimnisvollen Jungen. Sie alle zusammen zeigen Nina den Weg durch die Nacht.
Ninas Weg gleicht einer Parabel auf das beginnende Erwachsenwerden. Die Nacht ist Fremdheit und Verlockung, Geheimnis und Abenteuer, Bedrohung und Freiheit, Licht und Schatten. Es drängt Nina hinaus, aber was sie erwartet in der Nacht, kann sie nur erahnen: „Niemand weiß, wie tief die Nacht ist.“
Die Geschichte wurde vom JES-Ensemble gemeinsam mit den Kollegen des Teatro Testoni Ragazzi in Bologna entwickelt. Zeitgleich wird dort eine italienische Version inszeniert: „Città: Questa notte attraverso la notte“.
In Kooperation mit dem Teatro La Baracca, Bologna / Italien.
Gefördert im Fonds Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes.
Mit Elisabeth Jakob, Alexander Redwitz, Gerd Ritter, Sophie Wendt
Regie Christian Müller
Ausstattung Gitti Scherer
Dramaturgie Christian Schönfelder
Musik Vincent Schmid
Video Dilini Keethapongalan


