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Uraufführung

 

Das Glück kommt wie ein Donnerschlag

 

Nach Guus Kuijer

Deutsch von Sylke Hachmeister

 

 

Regie Christian Müller

Ausstattung Gitti Scherer

Dramatisierung Christian Müller, Christian Schönfelder

Dramaturgie Christian Schönfelder

Musik Axel Huber

Theaterpädagogik Peter Galka

 

Mit Prisca Maier, Sarah Kempin; Gerd Ritter

 

Uraufführung am 7. November 2009

Oberes Foyer / Dauer: ca. 80 Minuten

Für Zuschauer ab 10 Jahren

 



Fotos: Tom Pingel



Das Leben der gerade 12-jährigen Polleke ist alles andere als unkompliziert: Ihr Vater Spiek, ein latent abgebrannter Gelegenheits-Junkie ist in Nepal mehr oder weniger abgetaucht auf der Suche nach sich selbst, ihre immer leicht hysterische Mutter will allen Ernstes Pollekes Lehrer heiraten und ihr Freund Mimun würdigt sie keines Blickes mehr, seit er im Urlaub zu Hause in Marokko war. Schlimmer noch, Polleke ertappt ihn knutschend mit ihrer besten Freundin Caro im Park. Halt findet Polleke ausgerechnet bei Consuelo, einem mexikanischen Mädchen, das vor dem Krieg geflohen ist, in Pollekes Klasse kommt und kein Wort versteht. Obwohl sich Polleke schnell mit ihr anfreundet, wächst die Sehnsucht nach dem abwesenden Vater – so sehr, dass sich Polleke leichtgläubig in große Gefahr begibt.

 

Die Polleke-Bücher von Guus Kuijer sind seit Jahren Kult in den Benelux-Ländern. Kuijer hat mittlerweile mehr als 30 Kinder- und Jugendbücher geschrieben und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Niederländischen Staatspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Seine Helden gehören zu einer neuen Generation selbstbewusster Mädchen und Jungen an der Schwelle zur Pubertät. Die Direktheit der Sprache und die Genauigkeit, mit der Guus Kuijer seine Figuren geschrieben hat, sind beste Voraussetzungen für eine Bühnen-Adaption.

 

Der dritte Band der Polleke-Geschichten dient Christian Müller als Vorlage für seine zweite Regie-Arbeit am JES nach „HiStory“ in der vergangenen Spielzeit.




Pressestimmen:

 

Mit der neuen Produktion im JES erobert eine neue Generation die Bühne: Polleke ist ein Kind dieser Tage. Der Vater hat früher Drogen genommen. Die Mutter hat einen neuen Freund. Pollekes bester Freund kommt aus Marokko. Und Consuelo, die mexikanisches Mitschülerin, kann nur ein deutsches Wort.

Unaufgeregt, wie nebenbei wird die heutige multikulturelle Gesellschaft mit ihren ganz praktischen Problemen skizziert. Schroff prallen hier Weltbilder und Kulturen aufeinander. Diese Kinder schleppen schon jetzt schwere Bündel durchs Leben.

Das alles wird nicht etwa moralinsauer erzählt. Polleke besitzt viel Großmut und Pragmatismus und vermittelt dadurch, dass Probleme nicht schänden, sondern dazugehören. Die drastischen Schicksale werden relativiert durch die Lust am Theaterspiel.

Sarah Kempin spielt Polleke - ein Mädchen, das sich nicht unterkriegen lassen will, das manchmal pubertär und theaterhaft leidet, manchmal auch ernsthaft - und sich immer wieder herausstrampelt. Prisca Maier und Gerd Ritter übernehmen sämtliche weiteren Rollen - und es ist schönster Theaterspaß, wie sie sich von gebückten Bauersleuten in Teenies verwandeln.

Stuttgarter Zeitung

 

Das Stück bedient sich durchgehend einfacher, aber pfiffiger Stilmittel: Anfangs ist Pollekes Welt schlicht schwarz und weiß, von Szene zu Szene kommt mehr Farbe in sie, malt und schreibt die Heldin auf den Wänden, erscheinen dort Landkarten, Flugzeuge, Postkarten; Figuren treten auf, indem sie aus Kisten steigen, unter Tischen hervortauchen. Und diese Figuren werden gespielt von Prisca Maier und Gerd Ritter, die schnell und verblüffend vielseitig in die verschiedenen Rollen schlüpfen.

Stuttgarter Nachrichten

 

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Weitere Informationen zu Stück und Inszenierung im Programmflyer.

 


   




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