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| Die Brüder Löwenherz
Von Astrid Lindgren
Mit Prisca Maier, Sabine Zeininger; Matthias Hermann, Wolfram Karrer, Reinhold Ohngemach, Gerd Ritter
Inszenierung Klaus Hemmerle
Ausstattung Julia Scholz
Musik Frank Kuruc
Dramaturgie Christian Schönfelder
Fassung Christian Schönfelder, Klaus Hemmerle
Für Zuschauer ab 8 Jahren
Premiere am 23. November 2007
Theatersaal
Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden 15 Min. inkl. Pause |

Krümel ist krank. So krank, dass ihm nicht viel Zeit bleiben wird in diesem Leben. Und selbst die kann er kaum nutzen, weil er fast immer auf seinem Bett in der Küche liegen muss. Sein Bruder Jonathan ist dagegen gesund, kräftig, voller Lebensmut und Abenteuerlust. Das ganze Leben liegt vor ihm. Rührend kümmert er sich um seinen kranken Bruder, versucht, ihm Trost zu spenden, und verspricht ein Wiedersehen in Nangijala – dem Land hinter den Sternen, dem Land der Lagerfeuer, der Märchen, Sagen und Abenteuer. Da passiert das Unvorstellbare: Jonathan stirbt vor dem kleinen Krümel, als er ihn aus der brennenden Küche rettet. Krümel bleibt allein zurück, voller Sehnsucht nach Jonathan und Nangijala.
Astrid Lindgren, die am 14. November 2007 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, hat mit „Die Brüder Löwenherz“ eine der schönsten Erzählungen in der Kinder-Literatur geschaffen, eine Geschichte voller Poesie und wilder Phantasie, voller Abenteuer und Heldenmut, Leben und Tod.
Bei "Die Brüder Löwenherz" setzt Regisseur Klaus Hemmerle seine Arbeit am JES nach „Die Kuh Rosmarie“ und „Bonnie und Clyde“ mit einem dritten Stück Erzähltheater fort.
Dieses zu Unrecht oft als armes Theater angesehene Genre ermöglicht schnelle Rollen- und vor allem Ortswechsel, erzählte Passagen können Szenen zusammenfassen und vorantreiben, aber auch die Handlung unterbrechen und verlangsamen, können Gedanken hörbar machen und gesprochene Dialoge in Frage stellen. Vor allem aber schafft das Erzähltheater Freiräume für die Phantasie, für die eigenen Bilder im Kopf des Zuhörers und Betrachters.
Eine wichtige Rolle spielt dabei für Klaus Hemmerle die Musik von Frank Kuruc. Sie schafft Atmosphären und unterstützt die Phantasie, übernimmt in manchen Passagen fast die Funktion eines Bühnenbildes. Und sie wird nicht vom Band eingespielt, sondern live auf der Bühne von den Schauspielern gespielt. Der Zuschauer ist also unmittelbar dabei, wenn Musik, neue Szenenbilder und erzählend die ganz eigenen Welten von Kirschtal und Heckenrosental, von Nangijala und Karmanjaka entstehen.
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Pressestimmen
Vom ersten Augenblick an fasziniert diese Inszenierung von Klaus Hemmerle nicht nur durch ihre Dichte, sondern auch dadurch, dass hier jemand der Poesie seiner Vorlage vertraut und gleichzeitig eine Hommage an Astrid Lindgren in Szene setzt. (…) Dabei gelingt es dem JES-Ensemble, eine der wichtigsten Forderungen an ein derartiges „Erzähltheater“ einzulösen: die erzählte Welt als eine Welt der Bilder in der Fantasie des Zuschauers zu aktivieren. (…) Prisca Maier, Sabine Zeininger und Reinhold Ohngemacht spielen verschiedene Rollen, und allesamt zaubern sie mit leisen und humorvollen Haltungen und Tönen die mythische Welt, in die Lindgren ihre Leser eintauchen lässt, auf die Bühne. Stuttgarter Zeitung
Mit ungewöhnlichen Bildern, die der Fantasie Tür und Tor öffnen, und kindgerechtem Humor thematisiert die Inszenierung die Angst vor dem Tod. (…) Besonders eindrucksvoll ist die Musik von Frank Kuruc zwischen Walzer und Countrysound. Interpretiert von den sechs Darstellern auf Akkordeon, Gitarren, Bass und Flöten, sorgt sie für fein abgestufte Stimmungen zwischen Beschaulichkeit und Aggression. Stuttgarter Nachrichten
Christian Schönfelder und Klaus Hemmerle haben aus dem Roman um Sterben, um Mut, Treue, Selbstlosigkeit, Freundschaft und Verrat eine phantasieanregende Erzähltheaterfassung für das JES geschaffen. (…) Die Liebe zwischen den Brüdern kann alle Gefahren überwinden – sogar den Tod. Esslinger Zeitung
Phantasievoll und spannend, aber auch trostreich und schön – echt Astrid Lindgren eben.
Ludwigsburger Kreiszeitung

Weitere Informationen zu Stück und Inszenierung im Programmflyer
JES und Schule Spielplan Produktionsübersicht

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