Thilo Grawe


Thilo Grawe wurde 1993 in Hamm (Westf.) geboren.

Mindestens drei Dinge haben Thilo mindestens 15 Jahre vom Theater abgehalten:

  • - Seine Familie wäre nie auf die Idee gekommen mit ihm ins Theater zu gehen.
     
  • - Die 2 Schulbesuche in den nächstgrößeren Stadttheatern haben ihn eher abgeschreckt – „Iphigene auf Tauris“ war irgendwie langweilig (weil Schullektüre) und bei „Woyzeck“ haben sie auf die Bühne gepisst.
     
  • - Video- und Computerspiele, Kino, Brett- und Gesellschaftsspiele, sowie Bücher und das Internet (!) schienen irgendwie immer viel interessanter als das Theater.

Das Theater hat Thilo dann erst viel später am HELIOS Theaters in Hamm kennen und lieben gelernt (aber erst nachdem ihn eine Freundin überredet hat mitzukommen):

  • - Als Teil einer Improvisationstheatergruppe (da musste er keinen Text auswendig lernen).
     
  • - Bei den Aufführungen vom HELIOS selbst (insbesondere denen für die Allerkleinsten).
     
  • - Dann in der JugendTheaterWerkstatt (das waren immer eigene Stückentwicklungen, erst zum Thema „Kopfkino“, dann zu „Widerstand und Ungehorsam“, zu „Fleischkonsum und -verzicht“ und als letztes, eben weil viele nach dem Schulabschluss die Stadt verlassen haben zum Thema „Abschied“).
     
  • - Später als Spielleiter der JTW für eine Stückentwicklung zum Thema „Leidenschaft“, das dann bei einem städteübergreifenden Theatercamp (Diese Camps waren eigentlich das Beste!) zwischen Bäumen, im Sand und am Lagerfeuer gezeigt wurde.
     
  • - Daraufhin folgte eine Regieassistenz bei Babara Kölling für die deutsch-polnische Ko-Produktion „Spuren“ für Menschen ab zwei Jahren.

Und so kam es, wie es kommen musste (auch wenn es erst nicht danach aussah):

  • - Thilo studierte „Szenische Künste“ (B.A.) an der Universität Hildesheim
     
  • - Thilo blieb in Hildesheim und studierte „Inszenierung der Künste und der Medien“ (M.A.)

Neben dem Studium war immer etwas los:

  • - Thilo moderierte Inszenierungs- und Nachgespräche an der Universität, bei Veranstaltungen im Theaterhaus Hildesheim und später auch bei überregionalen Festivals (Augenblick Mal! Und Spurensuche).
     
  • - arbeitete in Workshops und Inszenierungen mit sogenannten Laien u.a. in Göttingen, Duisburg, Bremen, Weimar und Mannheim.
     
  • - engagierte sich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied am Theaterhaus Hildesheim e.V.
     
  • - konzipierte und organisierte Festivals und Veranstaltungen (DER SCHREDDER am Theaterhaus Hildesheim, das Studentische Theaterpädagogik-Austauschtreffen, sowie und die MINIDIONYSIEN (ein 24h Theater-Marathon)
     
  • - schrieb für theaterpolitik.de, und veröffentlichte Artikel in Fachzeitschriften
     
  • - fuhr als Jurymitglied vom Wildwechsel Festival durch Ostdeutschland und später für das Hart am Wind Festival durch Norddeutschland – immer auf der Suche nach bemerkenswerten Theaterinszenierungen.
     
  • - gründete eine studentische Hochschulinitiative für Forschende Theaterpädagogik (PROBE:BÜHNE Hildesheim), in der sie regelmäßig Workshops für- und miteinander konzipiert haben.
     
  • - entwickelte u.a. als Teil des Performance-Kollektivs »taft.« Inszenierungen, die sich mit dem gemeinsamen, improvisierten und regelgeleiteten Erzählen (z.B. eine Aufführung, die nur aus Fragen besteht und eine, die nur in Listen gesprochen wird) beschäftigten und bei denen er auch selbst auf der Bühne stand.

Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Thilo Grawe Theaterpädagoge am JES und leitet unter anderem die Spielclubs „Club der Zukunftsforscher*innen“ und „Club der Unsichtbaren“.


Wirkt mit bei:
Corpus Delicti

Die Wissenschaft hat wahre Wunder bewirkt: Genforschung, Früherkennung und strenge Hygienegesetze verhindern den Ausbruch jedweder Erkrankung. Im Gefolge des medizinischen Fortschritts hat der gesunde Menschenverstand ein politisches System entstehen lassen, das seine Bürger*innen vor körperlichem Leid bewahrt: ohne Kontrolle und Überwachung keine Sicherheit.

Alter: 15+