Mentsvár / Zuflucht

Tanztheater

Das ungarische Wort „mentsvár“ setzt sich zusammen aus den Worten ment = retten und vár = Burg oder Festung. Die deutsche Übersetzung Zuflucht treffe es nicht ganz, sagt Beatrix Simkó, der Sinn sei der gleiche, aber die rettende Burg fühle sich doch anders an als die Flucht. 

Die Choreografin Beatrix Simkó untersucht gemeinsam mit dem Ensemble das ungreifbare Gefühl des Weltschmerzes. Als Kind überfällt einen dieses mächtige Etwas, wenn die eigene heile Welt Risse bekommt — der Opa stirbt, alleine zu spielen fühlt sich plötzlich einsam an oder in den Nachrichten sprechen sie von der Klimakrise und dem Ende unserer bekannten Welt. Simkó, deren Arbeiten sich mit der uns umgebenden Umwelt durch die Ausdrucksmittel des physischen Körpers beschäftigen, versteht Krisen als Wandelmomente im Leben und sucht in diesem Stück nach der Balance zwischen dem Zusammenhalt der Gemeinschaft und dem Alleine-sein, der lähmenden Hoffnungslosigkeit und dem lauten Auslachen unserer Unzulänglichkeit und einer rettenden Burg unter dem Sofa im Kinderzimmer.

8+, Klasse 3–6

Besetzung

Choreografie

Kostüm

Zita Schnabel

Bühnenbild

Zita Schnabel

Dramaturgie

Theaterpädagogik

Assistenz

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