Knusper & Knusper
  • Interview

    Knusper und Knusper / Interview Wiederaufnahme 2017

     

    8 Jahre war es 2017 her, dass Peter Rinderknecht und Gerd Ritter Premiere mit ihrem Schauspieler-Projekt „Knusper & Knusper“ hatten, 4 Jahre waren vergangen seit der (bislang) letzten Vorstellung. 2017 stand das freie Spiel mit Motiven von Hänsel und Gretel wieder auf dem Spielplan. Dramaturg Christian Schönfelder hat mit den beiden Spielern in der Garderobe geplaudert.

    Wisst ihr noch, was ihr am 27. September 2008 gemacht habt?
    Peter: Keine Ahnung! Müsst ich in der Agenda nachschauen. Wenn ich das hier und jetzt gefragt werde: Theater gespielt!! Vielleicht sogar "Knusper & Knusper"? Ich hab’s nicht so mit Jahreszahlen.
    Gerd: Also, das ist mir jetzt im Moment auch entfallen... nee, schon klar, Premiere von Knusper & Knusper.

    Was habt ihr noch für Erinnerungen an die Premiere?
    Gerd: Keine. Null. Nächste Frage.
    Peter: Ich war stolz. Und erleichtert. Und hab Spaß gehabt. Und dachte: geil mit Gerd auf der Bühne zu stehen. Und: ich werde viel Freude mit dem Ding haben. Und: ich möcht jetzt ein Bier trinken.

    „Knusper & Knusper“ ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Produktion. Angefangen bei der Entstehung. Mögt ihr dazu ein paar Worte sagen?
    Gerd: Also, ich fand es natürlich erstmal aufregend, mit Peter Rinderknecht himself was machen zu können.
    Peter: Was war das für eine Gelegenheit! Mit Gerd all das untersuchen, was uns interessiert. Lachen und verwerfen. Fechten und Zaubern und Musik machen. Und reden, austauschen, staunen. Und ganz behutsam einen Geschichtenfaden spinnen.
    Gerd: Zu Beginn hatten wir noch keinen Premierentermin, wobei man fairerweise sagen muss, dass sich das Ganze dann doch etwas in die Länge zog, weil wir immer nur einige Tage am Stück proben konnten, dem Spielplan am JES und Peters Terminplan geschuldet, die nicht so ungeheuer kompatibel waren - wo warst du in der Zeit nochmal überall? Mexiko? Frankreich? Kuala Lumpur?
    Peter: Kuala Lumpur eher nicht.
    Gerd: Auf jeden Fall war das sehr aufschlussreich, weil wir, ohne Premierendruck, einfach erstmal jeder Idee nachgehen konnten. Zum Beispiel sind wir in Anzügen und mit Aktentasche ein paar Stunden durch die Stadt gelaufen, nicht zuletzt, um festzustellen, dass schon damals niemand mehr eine Aktentasche rumtrug. Nach und nach hat sich aus der Arbeit eine Art Prinzip ergeben. Nämlich das der scheinbaren Beliebigkeit, die durchaus beabsichtigt ist und eben gar nicht beliebig. Die Aufführung dokumentiert in vielerlei Hinsicht unseren Entwicklungsprozess.

    Könnte man denn sagen, dass „Knusper & Knusper“ ein Vorläufer unseres FreiSpiel-Formats gewesen ist, also entstanden in der ästhetischen Forschungsabteilung des JES?
    Gerd: Absolut, Bingo!

    Worum geht es denn eigentlich nochmal im Stück?
    Peter: Gute Frage!
    Gerd: Äh, Peter kann das bestimmt besser erklären...
    Peter: Um Dings....
    Gerd: Also gut. Es geht um „Hänsel und Gretel“.
    Peter: Spaß und Grusel. Blödsinn und Ernsthaftigkeit. Zitate und Augenzwinkern. Essen und Gipsbein. Übertreibung und Gitarre. Spannung und Peinlichkeit.
    Gerd: Um unseren Versuch, die einzelnen Teile der Geschichte auf unterschiedliche Art „erfahrbar“ oder „emotional und atmosphärisch fassbar“ zu machen.
    Peter: Theater halt!

    Peter, du beschäftigst dich immer wieder mal mit dem Märchen „Hänsel und Gretel“, warum?
    Peter: Die Geschichte ist halt so reich. Da findet man aus jedem Blickwinkel neu etwas Erzählenswertes. Wie mit jedem guten Märchen bekommt man jede Menge Denkfutter. Man kann drehen und wenden und immer etwas finden, was einen etwas angeht.

    Wisst ihr noch, was ihr am 26.12.2011 gemacht habt?
    Peter: Nö. Geschenke umgetauscht? Guetzli gegessen? Theater gespielt?
    Gerd: War das die bislang letzte Vorstellung? Sch/$$!!!! Ist das echt so lang her?!

     

Knusper & Knusper

Von und mit Peter Rinderknecht und Gerd Ritter

Nach Motiven aus „Hänsel und Gretel“ von den Brüdern Grimm
Zwei verschwundene Kinder, Spuren, die in den Wald führen, und ein verlassener Rastplatz auf einer Lichtung lassen zwei Kriminalbeamte im Dunkeln tappen. Zwei Entertainer besingen eine glückliche Heimkehr und einen Abend voller kulinarischer Köstlichkeiten. Zwei Vertreter des Gesundheitsamtes möchten mit Hilfe eines bekannten Märchens vor den Gefahren von zu vielen Süßigkeiten einerseits und Mangelernährung andererseits warnen. Und zwei geheimnisvolle Köche bereiten ein fleischhaltiges Festmahl zu. Sie alle werden gespielt von Peter Rinderknecht und Gerd Ritter und gehören zum Personal einer theatralen Abenteuerreise.
Peter Rinderknecht und Gerd Ritter haben sich für ihr gemeinsames Schauspieler-Projekt mit „Hänsel und Gretel“ eines der bekanntesten deutschen Volksmärchen vorgenommen und die alte Geschichte neu für sich entdeckt: mit seinen harten Schnitten, der emotionalen Achterbahnfahrt der beiden Kinder, den großen Gefühlen zwischen Angst und Erleichterung. Und sie haben eine ganz eigene Form gefunden, die Geschichte zu erzählen.

PREMIERE der Uraufführung am 27. September 2008


Besetzung

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